Unser erster Familienurlaub – an der Ostsee

Urlaub auf Usedom mit Baby

Bevor ich gleich von unserem ersten Familienurlaub berichten werde, möchte ich mich als neue Gastautorin bei herzmamas.de erst einmal kurz vorstellen. Ich heiße Stephie, bin 29 Jahre alt und seit Oktober 2017 Mama vom kleinen Samuel.

Schon Wochen vor unserer Abreise habe ich angefangen unseren einwöchigen Urlaub genau zu planen und mir dann im Netz auch einige Listen angeschaut, um zu sehen was man alles für einen Urlaub mit Baby braucht. Ihr findet hierzu einen hilfreichen Beitrag von Frances dazu.

Mit Frances Checkliste als Richtlinie habe ich mich dann ans packen gemacht und bereits 2 Tage vor der Abfahrt waren alle Koffer mit Kleidung fertig gepackt und im Auto verstaut.

Dachbox ist sehr zu empfehlen

Wenn es bei eurem Auto möglich ist, würden wir immer wieder das Ausleihen einer Dachbox mit Trägern empfehlen. Dort haben wir zum Beispiel unseren Vorrat an Windeln usw. untergebracht.

Was uns von Anfang an klar war, wir werden mehrere Pause einplanen. Und schon bei unserer ersten Pause wurden wir positiv überrascht. Wir machten direkt an der Autobahn an einer Marché Raststätte halt und was soll ich sagen, ich würde es jedem empfehlen. Es gibt dort einen super saubereren abgeschlossenen Wickelraum und sogar zum Füttern und Spielen für die Kleinsten einen eigenen Bereich mit Babystation zum Brei oder Fläschchen erwärmen.

Bei der Fahrt hat uns der extra gekaufte, zusätzliche Sonnenschutz für unser Auto sehr geholfen. So wurde unser Samuel nicht geblendet und konnte nach den Stopps wieder in Ruhe weiter schlafen. Die nächsten Pausen haben wir spontan nach Samuels Laune entschieden und gemacht. So bald er wach war und quengelig wurde, kam er raus aus dem Sitz und wir haben mit ihm auf den Raststätte rumgealbert.

Nach insgesamt 10 Stunden Fahrt kamen wir dann endlich in unserer schönen Ferienwohnung an. Reusenhof am Haff ist eine wunderschön gelegene Anlage mit mehreren Wohnungen, die alle von der lieben Familie Zimmermann bewirtschaftet werden.

Warum wir nicht in ein Hotel gefahren sind? Da Samuel mit seinen gerade mal 8 Monaten noch nicht vom Familientisch mit essen kann, war es uns von vornherein klar, dass wir ausreichend Gläschen mit nehmen werden. Dadurch mussten wir uns auch nach keinen festen Essenszeiten im Hotel richten und waren sehr flexibel. Das war für uns als kleine Familie die beste Wahl. Schließlich waren wir sowieso den halben Tag auf der Insel unterwegs.

Shoppingtag in Swinemünde

An den ersten beiden Tagen hatten wir leider nicht ganz so schönes Wetter, so dass wir diese Zeit nutzten um im nahegelegenen Swinemünde einkaufen zu gehen. Für jeden der das ein oder andere Schnäppchen machen möchte, ist der Polenmarkt und das große Einkaufszentrum eine echt Empfehlung. Auch für das leibliche Wohl ist auf der polnischen Seite der Ostsee immer zu vergleichbar günstigen Preisen gesorgt.

Ostseetherme in Ahlbeck

Nach unserem Shoppingtag besuchten wir am nächsten Tag die Ostseetherme in Ahlbeck. Für uns war dies ein enttäuschender Besuch. Die von außen so riesig wirkende Badeanstalt bestand im Endeffekt nur aus vier Becken. Wobei wir mit unseren Baby lediglich zwei Becken nutzen konnten, da die anderen entweder zu kalt oder zu salzig für den kleinen Mann waren. Da relativ viele junge Familien mit Babys und Kleinkindern den Badespaß suchten, war das Babybecken nie leer. Was wir leider nicht so schön fanden war die Beschilderung im Bad, denn erst beim Verlassen des Bades entdeckten wir die Familienumkleiden. Trotz alledem kann man dort mit einem Baby Spaß haben und sich etwas entspannen.

Seebrücke in Heringsdorf

Von Donnerstag an meinte es das Wetter dann endlich gut mit uns und wir besuchten direkt die schöne Seebrücke in Heringsdorf. Vom Strand in Heringsdorf kann man sowohl mit dem Fahrrad, als auch zu Fuß nach Ahlbeck und die polnische Seite erreichen. Die einladende Promenade besuchten wir an den folgenden Tagen öfter.

Ein kleines Highlight für alle Verliebten: in Heringsdorf kann man auf der Seebrücke sein eigenes Liebesschloss anbringen. Wir hatten das bereits vor 2 Jahren getan und konnten so dieses Jahr unserem kleinen Sohn unser Schloss zeigen. Ein wahrhaft magischer Moment.

Wunderschöne Erinnerung

Ein weiteres Highlight war für uns die Möglichkeit eine wunderschöne Urlaubserinnerung entstehen zu lassen. Direkt in der Einkaufspassage auf der Seebrücke in Heringsdorf hatte ein talentierter Maler sein Atelier. Und wir nutzen ganz spontan diese Möglichkeit und ließen unseren kleinen Schatz in Öl malen. Vorher fand ein kleines Fotoshooting statt. Aus den entstandenen Fotos wählten wir dann das Beste aus. Keine leichte Aufgabe, aber der freundliche Künstler räumte direkt die Möglichkeit ein, weitere Fotos gegen Aufpreis drucken zu lassen.

Auch dieses Angebot nahmen wir dankend an und so konnten wir keine 24 Stunden später, quasi pünktlich zum Anpfiff der deutschen Fußball-Mannschaft unser Kunstwerk abholen. Ein toller Moment der mich als Mama zu Tränen rührte.

Unser kleiner Samuel als Ölbild.

Auch für ältere Kinder wird auf der Insel Usedom einiges geboten. Karls Erdbeerdorf – ist ein Freizeitpark in Koserow. Der Eintritt ist übrigens kostenlos.

Zum Abschluss noch unser Fazit:

Unser erster Familienurlaub liegt nun schon seit wenigen Tagen hinter uns. Und trotz der vielen Vorurteile und Aussagen anderer, dass ein Urlaub mit Baby doch gar kein richtiger Urlaub wäre, haben wir die Zeit zu dritt auf Usedom sehr genossen.

Mit der richtigen Planung und Organisation kann auch ein Urlaub mit Baby erholsam sein. Wenn man wirklich für alle Eventualitäten gewappnet ist, kann man auch komplett ohne Sorgen mit einem Baby in den Urlaub starten.

Für uns heißt das, sicherheitshalber lieber fünf Pampers zu viel dabei, als zu wenig. Und für den Notfall kann man auch schon vorher oder vor Ort (z.B. über Google Maps) sämtliche Drogerie und Einkaufsmärkte raussuchen und sich diese notieren. Aber das wichtigste bei einer Reise mit Baby ist es, einfach alles nicht so eng zu sehen und die gemeinsame Zeit als Familie zu genießen und Erinnerungen zu schaffen.

Zum Schluss möchte ich der lieben Frances noch danken, die mir die Chance gegeben hat hier einen kleinen Beitrag auf herzmamas.de zu verfassen. Vielleicht kennt der ein oder andere schon mein Profil bei Instagram? Ihr findet es unter vergissniediesetage. Dort habe ich übrigens auch schon etwas über unseren Urlaub auf Usedom berichtet.

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