Der Leoniden-Meteorschauer

Es ist wieder so weit – der Himmel schenkt uns einen unvergesslichen Anblick: Der Leonid Meteorschauer

Meteorschauer sind viele Sternschnuppen, welche zu bestimmten Jahreszeiten zu beobachten sind.

Um zu verstehen, was da nachts am Himmel passiert, habe ich für euch mal die ganzen “Weltraumfakten” zusammengetragen und versucht es kindgerecht zu erklären.

Was sind Meteore?

Das Sonnensystem ist gefüllt von “Restmaterial”, welches bei der Entstehung oder dem Zerfall von Planeten oder Splittern von zusammengestoßenen Asteroiden entstand.

Es ist kaum zu glauben, wie viel aus dem Weltall auf der Erdoberfläche landet: täglich etwa 50 Tonnen Gesteinsmaterial! *

Diese kollidieren bei einer Geschwindigkeit von circa 15 bis zu 72 Kilometer in der Sekunde mit unsere Atmosphäre und treten in sie ein. Wenn sie verbrennen, erzeugen sie ein spektakuläres Naturfeuerwerk.

Der Leonid-Meteorschauer von 1833

Holzschnittdarstellung des Meteoritensturms von 1833 von Elsevier / M. Littmann
Holzschnittdarstellung des Meteoritensturms von 1833 von Elsevier / M. Littmann

Der Leonid-Meteorschauer von 1833 war besonders bemerkenswert und produzierte circa Zehntausend Meteore pro Minute. Üblich sind etwa 10 bis 15 sichtbare Meteore pro Stunde.

Der Astronom Denison Olmsted

Der Astronom Denison Olmsted beobachtete in dieser Nacht den Metorschauer, den wir nun Leoniden nennen. Damals wusste man noch nicht wie es zu einem Ereignis kommen konnt, nicht mal woher Meteore überhaupt kamen. Olmsted sah in der hohen Anzahl deutlich ein Muster, das anderen Astronomen entgangen war.

Olmsted erkannte, dass Meteore von Materie außerhalb der Erde kommen und vielleicht von Kometen stammten.

Denison Olmsted, Physiker, Astronom und Lehrer. |Bild: planetfacts.org

Durch die Erforschung der Meteore ist es Wissenschaftlern gelungen viel über das Alter und die Entestehung unseres Sonnensystems zu erfahren. Auch konnte man nachweisen, dass manche der Metoriten vom Mond oder Mars stammen.

Die Leoniden

Sternenbild Löwe | Bild: freepik

Die Leoniden haben ihren Namen von ihrem scheinbaren Ursprung im Sternbild Löwe. Und die Perseiden, die jeden Sommer Anfang August gesehen werden, haben ihren Namen von ihrem Ursprung im Sternbild Perseus.

Heutezutage sind die Meteorschauer nicht mehr ganz so spektakulär, da die Trümmerwolke des Ursprungskometen schon weit verstreut ist.

Die bekanntesten und beeindruckensten Meteorschauer

Die wohl bekanntesten und beeindruckensten Meteorschauer sieht man …

  • vom 1. bis zum 5. Januar: die Quadrantiden – eine der vier aktivsten Sternschnuppenströme mit 110-200 Meteoren/Stunde
  • vom 17. Juli bis 24. August: die Perseiden – mit bis zu 120 Meteoren/Stunde, die sogar die Helligkeit der Venus erreichen können
  • vom 14. bis 21. November: die Leoniden
  • vom 7. bis zum 17. Dezember: die Geminiden – der stärkste Meteorstorm des Jahrs mit 120-200 Meteoren/Stunden. Im Gegensatz zu den anderen Sternschnuppenschauern kann man, dank der langen Dunkelzeit an Dezembertagen, schon in den frühen Abendstunden die Meteorschauer beobachten.

Also – holt eure warmen Sachen und Ferngläser raus und schaut mal in Richtung Himmel.

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* Die etwa 50 Tonnen pro Tag sind aus verschiednen Quellen. Es gibt allerdings auch andere wissenschatfliche Beiträge die von bis zu 10.000 Tonnen pro Tag sprechen.

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