Fliegen mit Kleinkind

[Beitrag enthält Werbung] Der Sommer naht und die Hauptreisezeit beginnt wieder. Hierfür hat euch Frances in der Vergangenheit bereits eine hilfreiche Checkliste für den ersten Urlaub mit Baby erstellt. Und auch mit einer Stewardess hat sie gesprochen, die uns für euch im Interview Tipps für den ersten Flug mit Baby gegeben hat. Mit dem Größer werden der Kids verändern sich natürlich auch die Anforderungen, sodass ihr in diesem Beitrag Tipps sowie eine Packliste für das Fliegen mit Kleinkind erhaltet.

Tipp 1: Den geeigneten Reisezeitraum finden

Welcher Zeitraum für euch geeignet ist, hängt natürlich maßgeblich von eurem Reiseziel ab. Folgende Faktoren solltet ihr bei der Wahl mit einfließen lassen:

  • Reisekalender mit Klimatabellen – wer in der Vergangenheit gern in der Sonne vor sich hin gebrutzelt hat, sollte der Haut und dem Kreislauf des Kindes zuliebe vielleicht einen Gang zurückschalten
  • Ferienzeiten – in den Schulferien ist die Nachfrage nach Reisen groß, weswegen die Preise hierfür steigen. Wer nicht an derartige Zeiträume gebunden ist, sollte dies auch nutzen, um Geld zu sparen.

Eine Reisekalender findet ihr hier.

herzmama-Tipp zur Flugsuche

Eure Reise könnt ihr unkompliziert mit der Flugsuchmaschine Skyscanner planen. Dort findet ihr zahlreiche Flüge zu Schnäppchenpreisen sowie geeignete Hotel- und Mietwagenangebote.

Tipp 2: Reisedokumente

Kinderreisepass

Kinder müssen ab Geburt über eigene Reisedokumente verfügen. Diese zu erhalten gestaltet sich jedoch wirklich ganz einfach. Für Babys und Kleinkinder könnt ihr beim Stadtservice eures Wohnortes einen Kinderreisepass ausstellen lassen. Sofern beide Elternteile zur Sorge berechtigt sind, ist auch die Zustimmung beider nötig. Habt ihr einen Termin beim Stadtservice, solltet ihr Folgendes mitbringen:

  • Personalausweis/Reisepass der sorgeberechtigten Person/en
  • Nachweis über Sorgeberechtigung
  • Falls nur ein Elternteil vor Ort sein kann: Kopie des Ausweises sowie Einverständniserklärung des nicht vorsprechenden Elternteils (für die Einverständniserklärung gibt es bei eurem Stadtservice evtl. ein Formular zum Download)
  • aktuelles biometrisches Passbild vom Kind (macht hierfür bitte einen Termin beim Fotografen aus – Fotoautomaten erzeugen zwar den Richtlinien entsprechende Bilder aber das Baby oder Kleinkind am Fotoautomaten optimal zu justieren ist eine Schweiß treibende Arbeit … ich spreche aus Erfahrung 😉 Evtl. könnt ihr Fotos auch günstig in Drogerien erstellen lassen)
  • Abstammungs-/Geburtsurkunde vom Kind
  • Das Kind 🙂

Der Kinderreisepass wird sofort ausgestellt und kostet euch 13,00 €.

Tipp 3: eigener Sitzplatz – ja oder nein?

Bei dieser Frage gilt es, für sich selbst Vor- und Nachteile zu bewerten.

Dein Kind sitzt auf deinem Schoß

Vorteile: „Sicherheit“ in Mama’s oder Papa’s Nähe, die in ungewohnter Umgebung und Geräuschkulisse natürlich unwahrscheinlich wichtig ist. Und ganz klar: die Kostenersparnis.
Nachteile: Das Kind wird am Bauch lediglich durch einen „Loop Belt“ gesichert, der bei starken Turbulenzen ggf. einschneiden oder sogar lebensgefährlich sein könnte. Hinzu kommt, dass die Wucht, mit welcher die Eltern bei einem Unfall nach vorn geschleudert werden, natürlich auch zu Verletzungen führen kann. Hierzu äußert sich unter anderem der TÜV ausführlich in seinen FAQ zum Fliegen mit Kindern. Und man hat wenig Platz zum Hantieren – „einfach“ mal schnell das Buch aus der Tasche unterm Sitz oder alternativ Spielzeug herausholen ist in diesem Fall ziemlich beschwerlich, vor allem bei Airlines, welche wenig Beinfreiheit bieten.

Dein Kind hat seinen eigenen Sitz

Vorteile: Dass ein kleines Kind keine Freude daran hat, stundenlang still zu sitzen, dürfte allen Eltern einleuchten. Der eigene Sitzplatz bietet daher etwas Komfort durch ausreichend Platz für alle und ermöglicht auch mal, das Herumklettern auf dem eigenen Sitz. 😉
Nachteile: Hier stehen an erster Stelle natürlich die Kosten, da je nach Alter unterschiedliche Preise aufgerufen werden. Zudem empfiehlt es sich, wie im Auto, einen Sitz parat zu haben, was für die Transfers sicherlich etwas unpraktisch ist.

Fliegen mit Kleinkind | CARES Rückhaltesystem [Foto: GERKOM]

Dein Kind hat seinen eigenen Sitz – das gilt es zu beachten

Hier möchten wir nochmals auf die Vorgaben der jeweiligen Airline verweisen, mit der ihr fliegt. Empfohlen wird wie erwähnt das Mitbringen eines eigenen Sitzes oder einer Babyschale. Dabei solltet ihr darauf Acht geben, dass euer Sitz für die Verwendung in Flugzeugen zugelassen ist.

Eine hilfreiche Übersicht findet ihr an dieser Stelle.

Wer besonders auf ein sicheres Fliegen wert legt, sollte sich eigenständig ein Rückhaltesystem für sein Kind anschaffen. Einen solchen Gurt findet ihr hier.

Tipp 4: Transfer zum Flughafen

Ich persönlich bin ein Fan von Rail & Fly-Tickets, bei welchen die Zugfahrt zum Flug sowie heimwärts mitgebucht wird. Wir fahren zwar oft längere Strecken mit dem Auto und klein A. ist es gewohnt. Dennoch meine ich, dass sie nicht länger sitzen muss als nötig, sodass sich auf dem Weg zum Flughafen im Zug noch ein wenig bewegt werden darf. Rail & Fly-Tickets erhaltet ihr beim Buchen eurer Reise über das Reisebüro, die Airline oder das Reiseportal, über welches ihr gebucht habt. Sollte euch das Ticket nicht angeboten werden – einfach telefonisch oder per Mail nachfragen.

Wann ihr am besten in Richtung Flughafen startet oder wieder zurück kommt, ist ebenfalls von unterschiedlichen Faktoren abhängig und ganz individuell. In eure Überlegungen solltet ihr Folgendes einfließen lassen:

  • Befindet sich ein Flughafen in der Nähe? Wie ist er zu erreichen?
  • Wann möchtet ihr ankommen – möchtet ihr den Tag am Urlaubsort komplett nutzen oder erst einmal nach der Anreise am Abend ins Bett fallen?
  • Fahren bei einem Abflug am Morgen Züge zum Flughafen? Wenn nicht, wo könnt ihr euer Auto parken und was kostet der Parkplatz?
  • Wie lange werdet ihr fliegen? Soll euer Kind davor, während des Fluges oder danach Ruhepausen und/oder Nickerchen machen?
  • Wann wollt ihr abreisen – möchtet ihr den letzten Urlaubstag komplett nutzen oder mit gepackten Sachen nach dem Check-out gleich in Richtung Heimat starten?
  • Wollt ihr den Tag noch nutzen, wo wird euer Gepäck zwischen Check-out und Abflug verwahrt?
  • Fahren nach eurer Rückkehr am Abend noch Züge vom Flughafen nach Hause?
Foto: Paul Hanaoka | Unsplash

Tipp 5: Packliste für euer Handgepäck

Ob Auto, Zug oder Flugzeug – sicherlich gibt es Zeiten, in welchen euer Kind ruht oder gespannt aus dem Fenster schaut. Für den Rest der Zeit solltet ihr entsprechend vorbereitet sein, um eurem Minimenschen (und euch … und den Mitreisenden) die Reisezeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Achten solltet ihr auf:

  • Beschäftigung
  • Snacks und Getränke
  • Ggf. Medikamente und Hygieneartikel
  • Hilfsmittel zum Druckausgleich

Eine Packliste für das Handgepäck findet ihr hier kostenfrei zum Download.

herzmama-Tipp: Buggy-Transport

Die meisten Airlines bieten euch im Übrigen die Möglichkeit, bis zum Flugzeug einen vollständig zusammenklappbaren Buggy kostenfrei mitzunehmen. Dieser wird von der Crew separat verstaut und euch nach der Landung direkt am Flugzeug ausgehändigt.

Am Ende des Beitrags haben wir für euch noch eine Linksammlung erstellt. Darüber gelangt ihr direkt zu den Airlines und deren Informationen zum Reisen mit Kindern sowie den Bestimmungen für’s Handgepäck.

Foto: Steven Thompson | Unsplash

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Linksammlung – Informationen unterschiedlicher Airlines zum Reisen mit Kindern

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